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Michael Fliri: Where do I end and the world begins

Michael Fliri: Where do I end and the world begins

Michael Fliri beschäftigt sich mit Transformationsprozessen und Metamorphosen, immer wieder arbeitet er mit Masken, um Identität und Identitätsbildung zu hinterfragen. Während seines Stipendiums in Friedrichshafen hat Fliri die skulpturale Installation Where do I end and the world begins realisiert. Ausgangsmaterial für die Konzeptarbeit sind historische Originalmasken, die bereits im Ritus angewandt und getragen wurden. Die Masken stammen aus aller Welt, auch ein Exemplar aus dem Bodenseekreis ist darunter. Vor allem auf der Rückseite der Masken sind Spuren ihres Herstellungsprozesses wie auch ihrer rituellen Abnutzung lesbar. Für diese selten beachtete, abstrakte und oftmals überraschende Seite der Masken und im Besonderen für das scheinbare Nichts zwischen Maske und Mensch interessiert sich Michael Fliri. Aus Abgüssen der Rückseiten und den durch Ausguss sichtbar gewordenen Hohlbereich hinter der Maske und dem Maskenträger schafft der Südtiroler Künstler neue Räume, die zwischen innen und außen changieren: Das „Nichts“ wird zur Skulptur und zur neuen Maske. Die Beziehungen zwischen Maske, Träger und Betrachter werden umgekehrt und neu gemischt, dabei eröffnen sich zahlreiche Interpretations- möglichkeiten. Die Ausstellung Where do I end and the world begins lädt den Besucher somit zu einem Verwirrspiel ein und regt an, die eigene Wahrnehmung von Identität zu überdenken.

Eröffnet wird die Ausstellung am 11. September 2014 um 19 Uhr. Nach der Begrüßung von Frank-Thorsten Moll, Leiter der Kunstabteilung des Zeppelin Museums und Regina Michel, Geschäftsführerin der ZF Kunststiftung, wird Dr. Günther Dankl, Leiter der Galerie der Moderne im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum in Innsbruck in seiner Laudatio einen Blick hinter Michael Fliris Masken werfen.
Die Katalogpräsentation mit Künstlergespräch findet am 2. November 2014 um 11 Uhr im Rahmen der Finissage statt.

Michael Fliri ist der 33. Stipendiat der ZF Kunststiftung. Er wurde 1978 in Südtirol geboren und hat an den Akademien in Bologna, München und Bergen studiert. Im Anschluss hat er sein Spektrum durch das Studium „filmmaking“ an der University of New York erweitert. Fliri wurde bereits mit dem Museion Artist Award des Museion Bozen ausgezeichnet und war u.a. Artist in Residence beim Centre international d‘accueil d‘échanges des Récollets in Paris und dem AIR Antwerpen in Belgien. Der mittlerweile international erfolgreiche Künstler lebt in Wien und in Italien.

Das Kunstprojekt wurde unterstützt durch:
internationales maskenmuseum mi.stoehr diedorf
www.maskenmuseum.de