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Kuratorengespräch mit
Carolyn Christov-Bakargiev
[Curating the Context]


Foto: Ben Symons


Carolyn Christov-Bakargiev – Künstlerische Leiterin der documenta 13, Kassel 2012

Carolyn Christov-Bakargiev ist künstlerische Leiterin der dOKUMENTA (13) und damit nach Catherine David die zweite Frau in dieser Position. Als Ausstellungsmacherin der dokumenta hat sie die Leitung einer alle fünf Jahre in Kassel stattfindenden 100-Tage-Schau übernommen, welche als die weltweit bedeutendste Ausstellung zeitgenössischer Kunst angesehen wird. Alle fünf Jahre wird die neue Leitung bestimmt und mit der stets wechselnden Regie die Ausstellung gleichsam neu erfunden. Unter den zahlreichen Biennalen in einer globalisierten Kunstwelt sieht Christov-Bakargiev „die Documenta nicht nur als eine Ausstellung, sondern als einen Ort der Reflexion über die Kunst und ihr Verhältnis zur Welt“. Diesem Ansatz zu Folge ist die neue Leiterin nicht mit einem abgeschlossenen Konzept angetreten, sondern möchte dieses im Laufe der Zeit entwickeln, denn der Faktor Zeit gehört nach Christov-Bakargiev zu den wesentlichen Faktoren der documenta.

Die Kunsthistorikerin Carolyn Christov-Bakargiev (geb. 1957 in Ridgewood, NJ) ist Kuratorin und Autorin. Sie war seit 2002 Chefkuratorin des Castello di Rivoli Museo d`Arte Contemporanea, Turin und Interimsdirektorin seit 2009. Sie ist Autorin von Publikationen wie Arte Povera (London, 1999), und war von 1999 – 2001 Seniorkuratorin am New Yorker P.S.1 Contemporary Art Center, einer MOMA Tochter. Sie war Co-Kuratorin der ersten Turin Triennale (2005) und von 2007-08 Künstlerische Leiterin der 16. Biennale of sydney – Revolutions – Forms That Turn (2008), einer Zusammenstellung von Arbeiten, die die Beziehung und die Distanz zwischen revolutionärer Kunst und einer “Kunst für die Revolution” untersuchte.