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Wir sind alle Astronauten

Universum Buckminster Fuller im Spiegel zeitgenössischer Kunst
Eine Ausstellungskooperation mit dem MARTa Herford

Das Werk von Richard Buckminster Fuller faszinierte von jeher nicht nur Architekten und Stadtplanern, sondern auch unzählige namhafte zeitgenössische Künstler. Der Dokumentateilnehmer Ai Weiwei und die Künstler Björn Dahlem und Tomas Saraceno, sind nur einige von vielen, die Buckminster Fuller als eine Schlüsselfigur des 20. Jahrhunderts in ihren Arbeiten reflektieren.

13 Jahre nachdem das Zeppelin Museum diesem großen Visionär eine Einzelausstellung widmete, zeigen wir nun eine Ausstellung, die Fullers Denken und Wirken im Spiegel zeitgenössischer Kunst abbildet. Die Ausstellung wurde ursprünglich vom Marta Herford konzipiert und für das Zeppelin Museum mit 15 Künstlerinnen und Künstlern neu arrangiert.

Die Kunstwerke der Ausstellung machen auf beeindruckende Weise sichtbar, wie die Ideen und Visionen eins einzelnen Geistes durch die Jahrzehnte immer wieder aktualisiert und mit neuen Ideen bereichert werden können. Buckminster Fuller war schon zu Lebzeiten eine Legende, zu dessen Ehren sogar eine bestimmte Reihe von Kohlestoffmolekülen mit seinem Namen versehen wurde – die sogenannten Fullerene. Der Stadtplaner, Architekt und Visionär war besessen von der Idee einer perfekten architektonischen Form, die er in den von ihm konstruierten geodätischen Kuppeln, also sphärischen Kuppeln mit einer Substruktur aus Dreiecken, gefunden zu haben glaubte. Diese Struktur wurde von vielen der ausgestellten Künstlern aufgegriffen, wie zum Beispiel in der kinetischen Skulptur „Untitled (Dodecahedron = Icosahedron)“ (1999) von Attila Csörgős oder der Installation von Tomás Saraceno, der die Fullerene zum kleinsten Teil seiner fliegenden Architekturen macht.

Attila Csörgő, Untitled (dodecahedron ≠ icosahedron), 1999, © VG Bild-Kunst, Bonn 2011, Foto: György Darabos


Die Suche nach einem wegweisenden Konstruktionsprinzip war bei Fuller fundamental verbunden mit der Suche nach einer Utopie des modernen Bauens. Eine Suche, die er kompromisslos und gegen alle Moden und Trends, Anfeindungen und Kritiken durchsetzte. Aufgrund dieser Widerständigkeit des Denkens und des utopischen Potenzials seiner Ideen hat Fuller bis heute eine hohe Anziehungskraft auf zeitgenössische Künstler ausübt, wovon die Ausstellung lebhaft Auskunft gibt.

Ausstellungseröffnung: 2. Februar 2012, 19:00 Uhr
Begrüßung: Ursula Zeller, Direktorin des Zeppelin Museums, Peter Hauswald, Bürgermeister Friedrichshafen
Zur Ausstellung: Roland Nachtigäller, Leiter des Museums MARTa Herford
Einführung: Frank-Thorsten Moll, Leiter der Kunstabteilung