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Isabelle Graw „Die Liebe zur Malerei“

Wo: Zeppelin Universität, Campus am Seemooser Horn 20
Wann: Donnerstag, den 23. Februar 2012, 19.00 Uhr

Seit 21 Jahren ist Isabelle Graw Herausgeberin und Redakteurin der „Texte zur Kunst“ und verantwortet damit ein Magazin, das sich seit seinen Anfängen der Vermittlung neuer kunsthistorischer und kunsttheoretischer Ansätze widmet. Es galt in einer „erweiterten Kunstkritik“ zeitgenössische Kunst in einem gesellschaftlichen und ökonomischen Rahmen zu betrachten. Aus diesem Verständnis von Kunstkritik als Gesellschaftskritik heraus beschäftigt sich Graw auch in ihren Buchveröffentlichungen mit sozio-kulturellen Fragestellungen. In ihrem Buch „Die bessere Hälfte. Künstlerinnen des 20. und 21. Jahrhunderts“ (2003) stellt sie die Frage, wieso Künstlerinnen erfolgreich sind und waren, in „Der große Preis. Kunst zwischen Markt und Celebrity Kultur“ (2008) untersucht sie das Verhältnis von zeitgenössischen Kunstevents und ökonomisch motivierten Aufmerksamkeits-strategien. Graws nächste Publikation, auf die sie sich im Vortrag bezieht, befasst sich mit der Frage nach dem Sonderstatus der Malerei innerhalb der zeitgenössischen darstellenden Künste. Gegenwärtige Malereidiskurse, etwa bei T.J. Clark oder Georges Didi-Huberman, sollen mit einem Gegen-Begriff von Malerei überprüft werden.

Prof. Dr. Isabelle Graw (geb.1962) lebt als Kunstkritikerin in Berlin. 1990 gründete sie mit Stefan Germer die Zeitschrift “Texte zur Kunst”, deren Herausgeberin und Redakteurin sie seither ist. Sie ist u.a. Autorin für “Wolkenkratzer Art Journal”, “Flash Art”, “artforum” und eigener Publikationen. Als Professorin lehrt sie an der Hochschule für Bildende Künste, Frankfurt („Städelschule“).

Moderation: Prof. Dr. Karen van den Berg, Lehrstuhl für Kunsttheorie und inszenatorische Praxis
Anmeldungen unter:www.zeppelin-university.de/veranstaltungen